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Meine kleine Freundin ... Ich kann nicht über dich sprechen und möchte es so gern... es gibt keinen Trost von Familie oder Freunden... mit dem Tod können sie nichts anfangen. Niemand fragt wie es mir geht, keiner merkt wie sehr du mir fehlst... die Lücke ist noch zu gross um das ich damit umgehen kann. ... Ich hatte schon fast deine Nummer gewählt... bis ich das Gefühl hatte, Fesseln würden meine Brust umschlingen und ich spürte wie meine Augen anfingen zu brennen... mit einmal wurde mir bewusst, dass ich dich so gar nicht mehr erreiche. ... Vor drei Monaten bist du gegangen... bis dahin hast du soviel Leid ertragen und noch Stunden vorher um dein Leben gekämpft. Du bist eingeschlafen, ganz still und leise... und Morphium hat dich von deinen Schmerzen befreit. Ich war zu spät, sonst hät ich dich noch einmal sehen können, dich berühren können und dir sagen können, wie wichtig du in meinem Leben bist und wie dankbar ich für deine Freundschaft bin. Ich hätte dir von unseren gemeinsamen Erlebnissen erzählt und von den Zeiten an denen wir uns so nah waren... von dem Augenblick an dem wir uns auf ganz besondere Art und Weise kennen lernten... so schnell wie dich, hab ich noch nie jemanden in mein Herz geschlossen. ... Du warst immer so einfühlsam und hättest es nie bei den Sätzen: Es tut mir leid... das Leben geht weiter... ich kann mit dem Thema nichts anfangen... belassen. Du hättest Worte oder Gesten gefunden, die mir das Gefühl gegeben hätten, dass du mich mit meiner Trauer ernst nimmst. Ich möchte an dem Glauben festhalten, dass du jetzt an einem Ort bist an dem es dir gut geht... befreit von deiner verdammten Krankheit, deinen Schmerzen... und ich stelle mir vor, dass du mir zulächelst und zu mir flüsterst, dass es irgendwann einen Weg aus dieser Dunkelheit geben wird. Meine Erinnerungen an dich machen mich traurig, aber auch glücklich und werden mich dich nie vergessen lassen. ... Ob du vielleicht weisst, wie gross die Lücke ist, die durch nichts und niemanden gefüllt werden kann... und weisst du vielleicht, dass du mir sogar jetzt noch Wege zeigst, die ich für mich nie für möglich gehalten hätte ? Ich komm morgen wieder zu dir und erzähl dir alles. Ich hab dich lieb. ... Als du gingst, schlich sich die Einsamkeit langsam in jeden Winkel und trotzdem komme ich kaum zur Ruh. Du hast so viele Spuren hinterlassen... jeder Augenblick mit dir hat mir Geborgenheit gegeben, jeder Gedanke an dich liess meine Zuneigung nur noch grösser werden. Ich mag das alles nicht glauben... aber ich begreife langsam das du nicht mehr wieder kommen wirst. Dein liebes Lächeln hat mir so oft Mut gemacht, obwohl du gar nicht wusstest wieso eigentlich. Du hast mir so oft Kraft gegeben, dabei hättest du sie ganz für dich gebraucht. Ich hab dir nie erzählt... und trotzdem warst du für mich da. Ich vermisse unsere gemeinsamen Spaziergänge, unsere Gespräche, unser Schweigen, welches ich kaum mit anderen so geniessen konnte. Du fehlst mir.
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