Fast jeder Mensch wird irgendwann auf die eine oder andere Art und Weise mit Depressionen konfrontiert. Es gibt so viele unterschiedliche Formen von Depressionen auf die ich gar nicht eingehen kann, da mein Wissen dafür zu begrenzt ist und werde deshalb auf dieses Thema eher allgemein eingehen. Depression kann man oft mit Angst vergleichen, Angst kann eine Folge von Depression sein, sie ist aber oft auch die Ursache dafür, deswegen werde ich für dieses Thema einen eigenen Bereich anlegen.

(Auszug aus: Depressiv? Deprimiert? Von Aljoscha A. Schwarz und Ronald P. Schweppe)

„Das Land des Lebens ist ein gebirgiger Kontinent, Höhen und Tiefen wechseln einander ab. Auf unserer Wanderung durch das Leben werden wir Gipfel erklimmen und in Täler hinabsteigen müssen. Meistens werden wir dabei versuchen, uns auf einem mittleren Pfad auf zuhalten. Wenn uns dann jedoch eine Lawine erwischt, der Pfad zu eng wird und wir stolpern, oder wenn uns das Schicksal einen Stoß versetzt, sind wir in Gefahr. Meistens gelingt es uns, uns schnell wieder zu fangen und auf unseren Pfad zurückzukommen. Wenn wir jedoch keinen Halt finden, wenn die Wurzeln, an die wir uns zu klammern versuchen, brechen, stürzen wir vielleicht in ein tiefes, dunkles Tal...“

Mit dieser geschilderten Situation kann man ganz einfach den Lebensweg und die depressive Krise symbolisieren. Wir müssen uns klarmachen, das die Depression eine normale Reaktion auf eine Vergewaltigung sein kann.

Was ist eine eigentlich eine Depression?

Das Wort Depression stammt aus den Lateinischem und bedeutet Niedergeschlagenheit oder Bedrücktheit. Man fühlt sich freudlos, sieht alles schwarz. Am liebsten möchte man sich verkriechen, unter die Bettdecke oder auch gleich ins Grab. Müdigkeit und fehlende Antriebskraft können auftreten, der Appetit lässt nach und die Arbeit wird immer schwerer. Alles ist anstrengend und mühsam, manchmal werden die einfachsten Dinge des Alltags zu einem Problem. Man schämt sich, steigert sich in Schuldgefühle oder traut sich nicht Verantwortung für die Zukunft auf sich zu nehmen. Es kommen Selbstmordgedanken auf, der einzige Ausweg scheint, diesen sinnlosen beziehungsweise verwerflichen Leben ein Ende zu setzen. Depression ist einerseits die Fähigkeit, mit tiefster Emotionalität auf Konflikte zu reagieren. Anderseits ist sie die Fähigkeit, in einem Zustand der inneren Leere und Teilnahmslosigkeit zu fliehen, um den Schmerz weniger fühlen zu müssen. Depression ist die Fähigkeit, auf die dringenden Lebensbedürfnisse zu verzichten und sich durch Rückzug und Hoffnungslosigkeit vor weiteren Enttäuschungen zu schützen.

Welche seelische Symptome können auf eine Depression hinweisen?

Betroffen fühlen sich, wie oben schon beschrieben, niedergeschlagen und die traurige Stimmung ist typisch. Am Anfang kann man oft nicht weinen, aber später kommt es zu Weinkrämpfen oder sie weinen häufig vor sich hin und können nicht damit aufhören. Man kann nichts mehr richtig genießen und leidet an einem zunehmenden Gefühl der Lustlosigkeit, Interesselosigkeit und Gleichgültigkeit, ist oft einfach willenlos und völlig apathisch. Die Antriebsschwäche verhindert, das man sich aufrafft etwas zu tun, was einem vorher gut getan hat. Die rasche Erschöpfung macht es den Betroffen mit der Zeit immer schwerer sich zu konzentrieren oder sich mit mehreren Zielen gleichzeitig zu beschäftigen. Man verliert ständig den Faden, fängt neue Dinge an und kann sie oft nicht zu Ende bringen, hat keine Ideen mehr, wird vergesslich und zerstreut. Betroffen ziehen sich zurück, flüchten oft ins Bett, ohne Erholung zu finden. Minderwertigkeits- und Schuldgefühle, Teilnahmslosigkeit und ständige Unruhe, Reizbarkeit oder Angstzustände sind häufige Belastungen. 

Welche körperliche Symptome können auf eine Depression hinweisen?

Lustlosigkeit und Müdigkeit erzeugen manchmal ein gesteigertes Schlafbedürfnis. Trotzdem leidet man an Schlafstörung. Der Gesichtsausdruck ist immer müde und ernst. Die Augen wirken glanzlos und der Blick verschleiert. Man leidet unter Hitzewallungen und Frösteln. Kreislaufstörungen und Herzrasen, Atemnot und seelisch verursachter Hustenreiz können hinzukommen. Oft nehmen Betroffen eine verkrampfte Haltung ein und dadurch verspannen sich die Muskeln. Schmerzen in Armen, Schulter, Hals-Nacken-Bereich können auftreten. Es fängt mit Appetitlosigkeit an und hört mit Gewichtsverlust auf. Zwischendurch kommt gelegentlich Heißhunger auf und eine unkontrollierbare Lust auf Süßes. Häufig haben Betroffene Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Ohrensausen und sind überempfindlich für Geräusche.

Natürlich werden nicht alle Symptome auf jeden einzelnen zutreffen und es gibt mit Sicherheit noch mehr, die ich hier nicht mit aufgelistet habe. Es ist nur ein kleiner Überblick, welche Auswirkungen Depressionen im Zusammenhang mit der Tat haben können. 

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